Unsere (und euere) Stories

Warum wir eine bessere Welt brauchen und was uns – und andere – so sehr stört,
erfährst du in den folgenden Passagen.

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»Leider wollten viele meiner Freunde diese Informationen nicht«

Mich hat die Panikmache Ende Februar/Anfang März schon sehr verwundert, ich konnte nicht glauben, dass diese Viruserkrankung in allen Medien so überpräsent war und dass es keine Stimmen gab, die versuchten, die Menschen zu beruhigen. Mein Gott, ein Virus, vielleicht etwas gefährlicher als die Grippe – ich konnte mir wirklich schlimmere Bedrohungen vorstellen. Deswegen die Buchmesse absagen??? Es schien mir komplett überzogen. Die Bilder aus Italien haben dann tatsächlich auch bei mir erreicht, dass ich dachte: Hm, vielleicht ist das doch gefährlich, wenn die Krankenhauskapazitäten überlastet werden.
Ich habe also den Appell der Kanzlerin vom 19. März respektiert, denn wie die allermeisten Menschen bin ich gern bereit, mich solidarisch zu verhalten. Aber schon wenige Tage später, als der Shutdown per Gesetz verordnet und Zuwiderhandlung mit Strafe bedroht wurden, war es mit meiner Gutgläubigkeit vorbei. Ich konnte nicht mehr arbeiten, meine Freunde nicht mehr treffen, meinen Sohn nicht besuchen, weil er mehr als 5 km weit weg wohnt... Von da an war mir klar, dass uns was vorgemacht wird, denn schließlich hatten wir nicht die Pest!

Dann habe ich mich lange ohnmächtig gefühlt, es war für mich wie ein Déjà-vu aus meinen 26 Jahren, die ich in der DDR gelebt habe. Ich war gezwungen, bei den gleichgeschalteten offiziellen Medien zwischen den Zeilen herauszulesen, was eigentlich wirklich passiert. So erfuhr ich, dass die Krankenhäuser leer waren, dass von Obduktionen abgeraten wurde usw... Ist ja alles inzwischen bekannt. In dieser Zeit schrieb ich auch viele Leserbriefe an verschiedene Zeitungen, aber sie wurden seit Ende März nicht mehr abgedruckt und auch nicht beantwortet. Der Auftritt von Bill Gates bei den Tagesthemen schlug dann dem Fass völlig den Boden aus! Doch jetzt verhallten auch meine Fragen an die Bundestagsabgeordneten, warum die deutsche Regierung sich von einem Multimilliardär beraten lässt, der keinerlei Qualifikation als Mediziner oder Wissenschaftler hat, dafür aber Großaktionär verschiedener Pharmariesen ist, ungehört. Meine Verzweiflung wuchs. Ich konnte zwar an einige Informationen gelangen, aber leider wollten viele meiner Freunde diese Informationen nicht. Und vor allem quälte mich die Frage: Was kann ich tun?

Also ging ich in die Stadt, Montags abends nach dem Friedensgebet, um zu schauen, ob vielleicht wie damals 1989 Menschen protestierten. Dort traf ich auch ein paar Menschen, die über die Grundrechte sprachen. Von ihnen erfuhr ich, dass es Samstags an der Nikolaikirche Demonstrationen gab. Und so lernte ich die Bewegung Leipzig kennen, die mir aus dem Herzen sprach!
Unter den Organisator:innen traf ich eine alte Freundin wieder, und so konnte ich zu der aktiven Gruppe dazu stoßen. Endlich fühle ich mich nicht mehr allein und ohnmächtig!
Es macht Spaß, die Versammlungen vorzubereiten und bei der Außenkommunikation der Bewegung Leipzig mitzuhelfen. Am meisten Spaß machen mir aber die Demos selbst – jedesmal ein Straßenfest des Friedens und der Freiheit!

Maria aus Leipzig

»Wir müssen etwas ändern, sonst fliegt uns die Gesellschaft um die Ohren!«

Nachdem ich mich erst sehr spät in meinem Leben überhaupt mit politischen Fragestellungen und gesellschaftlichen Themen auseinander gesetzt hatte (so ab 2016), wurde mir immer klarer, das wir ALLES falsch machen. In so vielen Bereichen müssen immer mehr Menschen spüren, dass weder Politik noch Wirtschaft noch Kultur für sie da sind. Unser derzeitiges gesellschaftliches Modell, welches durch das Finanz- und Wirtschaftssystem überdeutlich geprägt wird, ist lange nicht mehr für die Bedürfnisse und Interessen der Mehrzahl der Menschen da, sondern nur noch für sehr sehr wenige.

Ich kann nicht länger zusehen und ignorieren, wenn immer mehr Menschen den Preis dafür zahlen müssen, dass es einigen Wenigen in diesem Land und auf der Welt richtig gut geht. Ich spüre in fast jeder Begnung mit Menschen und bei Beobachtungen im öffentlichen Raum, wie sehr die Menschen in den Grenzen des Erträglichen dran sind oder diese bereits überschritten haben. Dieser ständige Zwang, den kein freies Wesen auf Dauer ertragen kann und will hat Folgen und die sind deutlich spürbar:
Eltern zwingen ihre Kinder ebenfalls zu funktionieren, anstatt sie bedingungslos zu lieben und sie als Persönlichkeiten und Subjekte wahrzunehmen. Wir alle betrachten – allzuoft – unsere Mitmenschen nur noch als Funktionsrollen: Kassierer, Bedienung im Restaurant, Polizist usw. Dabei sind wir viel mehr. Wir sind Menschen, eigenständige, lebende und fühlende Wesen. Und so müssen wir uns auch begenen (können)!

Wir müssen in allen Bereichen der Gesellschaft umdenken und anders zu handeln beginnen, damit für folgende Generationen noch etwas übrig ist: Lebensraum, Nahrung, intakte Natur aber auch: Träume & Hoffnung!

Alex aus Leipzig

»Es fühlte sich total notwendig an, etwas zu tun«

Irgendwie war mir bewußt, dass wir wirklich nur einmal so in dieser Form leben, und dass jeder Moment kostbar ist. Meine Eltern konnten nicht so über Gefühle und Emotionen und andere Dinge reden, darum war ich schon immer rebellisch und neugierig. Einmal bin ich den kompletten Jakobsweg gewandert, ich glaube, das hat spirituell viel in mir bewegt: 3.000 km nur zu Fuß, vier Monate draußen schlafen...
Ich will einerseits alles wissen im Leben, andererseits denke ich, dass ich zu bedächtig bin und alles genau untersuche. Körper und Bewußtsein finde ich spannend, darum habe ich mich lange mit Tantra beschäftigt- einer Lehre, die dich in die Wahrnehmung des Jetzt bringt, alles akzeptieren- Emotionen und Sexualität.
Ich habe bisher nie Wert auf Besitz oder Ruhm oder Karriere gelegt, wollte nur jeden Monat genug zum Leben haben. Mir war fast langweilig die letzten Jahre: alle waren so mit Karriere und Beruf beschäftigt, und ich sah, dass alles den Bach runtergeht, die Erde ächzt und stöhnt, da habe ich mich in meine Kerzenwerkstatt zurückgezogen: voll schön, freundlich, kreativ sein, gutes produzieren.

Als Corona kam, bemerkte ich recht zeitig, dass da irgendwas nicht stimmt. Ich glaube, meine spirituelle Entwicklung und mein Körperbewußtsein hatten so eine Verbindung zur Natur, so eine Ahnung, ein Wissen, dass das Virus nicht gefährlich ist. Nach der ersten Unruhe kamen auch die Zahlen und man konnte die Manipulationen erkennen und eine große Verwirrung. Es gab nur noch Corona und unsere Köpfe glühten und wir vergaßen, was wichtig ist: Umwelt, Glück, Poesie, Begegnung, Miteinander.
Ich rede überhaupt nicht gern vor Menschenmassen, und bin eher gern im Wald und allein oder mit guten Freunden zusammen, aber es fühlte sich total notwendig an, etwas zu tun. Jetzt betrachte ich mein Engagement als notwendige Arbeit, und wenn das Ding dann hoffentlich endlich bald vorüber ist, ziehe ich mich auch wieder davon zurück.

Ich wünsche mir vor allem, dass möglichst viele erkennen, in was für einer Großartigkeit wir hier als Menschen unterwegs sind. Ich glaube, wie die Kosmonauten so spirituelle Erlebnisse hatten, als sie die Erde so im Ganzen sahen, so heilig, das wünsche ich mir für jeden Menschen. Das reicht eigentlich schon. Dann kommt der Frieden ganz allein, aus jedem heraus. Und wir haben so viele Ressourcen, angefangen von unserer Kreativität- wenn wir die liebevoll einsetzen und vor allem uns vertrauen, können wir ein Paradies hier schaffen. Aber die Erde ist eben vor allem auch ein Schulungsplanet, und die Perfektion ist eher ein Ziel, wichtig ist auch den Ist-Zustand zu erkennen und zu respektieren. Und wir sind eben geistige Wesen, die eine Erfahrung mit einem Körper machen.
Ich wünsche der Menschheit, dass sie die ganzen Illusionen erkennt und auflöst, um zu erkennen, wie sinnlos und falsch Angst und Kriege, Machtgeilheit und Manipulation und Rassismus und Nationalismus und Karriere sind. Das Leben ist ein Durchgangszustand, wie Camping – irgendwann muss man weiterziehen und außer den schönen Erinnerungen und den gelebten Beziehungen und den gemachten Erfahrungen bleibt nichts.

Karsten aus Leipzig

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